Freitag, 12. August 2011

Erlanger Triathlon


Am Sonntag, den 07.08.2011 nahm ich an meinem ersten Kurzdistanztriathlon teil. Dies war die Kurzdistanz beim Erlanger Triathlon. Ich wollte am morgen mit ein paar Bekannten gemeinsam mit den Rädern nach Erlangen fahren. Als ich dann morgens am vereinbarten Treffpunkt ankam, war noch niemand da. Ich bin dann nochmal meine Sachen im Kopf durchgegangen und merkte, dass mein Helm noch schön zu Hause liegt. Also bin ich sofort wieder heimgefahren um meinen Helm zu holen. Als ich dann wieder zurück am Treffpunkt war, waren die anderen schon weg. So begann der Tag natürlich schon super. Etwas kaputt von der kurzen Sprinteinlage am frühen morgen, fuhr ich dann halt alleine mit dem Rad nach Erlangen. In der Wechselzone angekommen, checkte ich mein Rad erstmal ein. Und dann habe ich auch meine Bekannten wieder getroffen.
Das Wetter verhieß ja nix gutes für diesen Tag. Aber bisher war es noch trocken. Also richtete ich meinen Wechselplatz ein. Ich legte auch noch meine Wechselbeutel an die vorgesehenen Plätze ab. Und dann fing es auch schon das erste mal kräftig zu regnen an. Also stellten wir uns alle im Wechselzelt unter und warteten bis es aufhörte. Als es aufgehört hatte gingen wir zum Schwimmstart und zwängten uns in unsere Neoprenanzüge. Ein paar Minuten vor dem Start ging ich dann in den Kanal um mich kurz an die Temperaturen zu gewöhnen. Langsam stieg die Nervosität an. Ich wußte ja nicht , was mich während des Wettkampfes noch alles erwarten wird. Als der Startschuß fiel ging es dann endlich loß mit meiner Angstdisziplin. Ich startete ziehmlich weit am rechten Rand, um mich aus dem ganzen Gedränge rauszuhalten. Aber ich bekam trotzdem noch oft irgendwelche Schläge ab. So dass ich nach sehr kurzer Zeit, total aus dem Rhythmus kam. Dann entschied ich mich, jetzt einfach Brust zu schwimmen. Ich schwamm am rechten Rand des Feldes dann einfach im Bruststil weiter. Und ließ es dabei auch relativ locker angehen. Nach dem ersten Wendepunkt hatte ich dann auch sehr viel Platz, so dass ich dann einfach locker mein Tempo weitergeschwommen bin. Denn ich wollte ja relativ entspannt nach dem Schwimmen aus dem Wasser kommen. Also bin ich dann einfach locker bis zum Schwimmausstieg geschwommen und kam dann in 33:17 min. zur ersten Zeitmessung. Nun also schnell aus dem Neoprenanzug raus, und weiter zum Rad. Da der Teppich vom Regen noch total durchnäßt war, hatte ich natürlich nach den ersten Schritten schon total nasse Socke. Aber das sollte heute nicht das einzig nasse bleiben. Denn grad als ich mich nach dem Wechsel auf mein Rad schwang, fing es wieder ganz schön zum regnen an. Auch waren meine Radschuhe schon vom vorherigen Regen durchnäßt. Nun hieß es erstmal einen Rhythmus fürs Radfahren zu finden. Das ging trotz Regens eigentlich sehr schnell. Zu allem Pech sprang mir dann auch noch die Kette ab. So das ich einen ungeplanten Zwischenstopp nochmal einlegen mußte. Aber ab Dechsendorf lief es dann eigentlich super. Hatte ich mir fast schwerer vorgestellt. So dass ich dann die Radrunde in meinem mir vorgenommenen Tempo in angriff nahm. Gerade in den Kurve hatte ich doch etwas Respekt vor der Nässe und dem Regen. Daher fuhr ich immer sehr vorsichtig um die Kurven. Trotz des Wetters standen in den Ortschaften doch relativ viele Leute die uns angefeuert haben. So machte der Wettkampf trotz des Wetters doch richtig viel Spaß. Beim Anstieg in Röttenbach wurde ich von zwei Arbeitskollegen angefeuert, die von der Feuerwehr aus die Straßen absperrten. Danach ging es dann nur noch bergab wieder Richtung Wechselzone und zweitem Wechsel. Der Wechsel klappte dann auch relativ schnell, so dass ich das Radfahren inklusive der beiden Wechsel in 1:17:39 min. hinter mich gebracht hatte.
Nun hieß es schnell in die Laufschuhe und auf die Laufstrecke. Die Laufstrecke führte am Kanal zum Sportgelände des TV 1848 Erlangen, wo die erste Verpflegungsstation war. Hier wurde ich auch von einem Bekannten (der hat mir den Start bei der Kurzdistanz eingebrockt) angefeuert. Kurz danach ging es eine kurze Treppe nach oben. Was mich etwas aus dem Rhythmus brachte. Aber es ging trotzdem besser als ich gedacht hatte. Danach ging es wieder am Kanal zum Medbacher Steg. Der Anstieg der Brücke war auch nicht ganz ohne, aber durch die Samba-Gruppe auf der Brücke fiel es mir leichter. Danach ging es in den Wald auf die Wendepunktstrecke. Dort kamen mir etliche Bekannte dann schon entgegen. Aber ich konnte meinen angepeilten Schnitt von 4:50 auf den Kilometer laufen. Nach dem Wendepunkt bedankte sich ein Läufer, der bis dahin hinter mir lief, für das ziehen und überholte. Nun begann für mich langsam die harte Zeit. Denn ich merkte langsam die Oberschenkel und Waden. Da es ja genug Verpflegungstationen und fleißige Helfer gab, machte selbst da noch das Laufen Spaß. Als ich an der letzten Verpflegungstelle im Wald mich nochmal mit dem Schwamm abfrischen wollte, übersah ich leider die große Tonne mit dem Wasser. Aber ich entdeckte am Ende der Verpflegungstelle noch eine Wanne mit Wasser am Boden stehen. Also machte ich noch schnell einen Ausfallschritt um meinen Schwam in die Wanne zu tauchen. Und schon hatte ich einen Krampf im linken Oberschenkel und Wade. Ich mußte dann kurz stehen bleiben und ihn rausdrücken. Nach relativ kurzer Zeit ging es dann wieder und ich fing langsam das Laufen an. Jetzt wollte ich auf den letzten Kilometern auch nicht mehr aufgeben. Nach ein paar hundert Metern spürte ich vom Krampf nichts mehr und so ging es dann nochmal über die Brücke zum Kanal und von dort ins Ziel auf dem Sportgelände. Dort wurde ich nochmal von meinen Bekannten zu einem Schlußspurt angefeuert. Ich lief dann nach 2:41:54 h glücklich ins Ziel.
Als ich die Zeit hörte, war ich mit meiner Leistung und ersten Kurzdistanz ganz zufrieden. Ich weiß jetzt zumindest was nach den einzelnen Disziplinen noch auf mit zukommt, so dass ich mir mein Rennen für das nächste Mal vielleicht noch besser einteilen kann. Aber im Großen und Ganzen bin ich mit meiner Premiere voll zufrieden.
Es war bestimmt nicht meine letzte Kurzdistanz und auch nicht mein letzter Start in Erlangen. Denn es ist eine Superveranstaltung, mit super Helfern, bei der alles paßte. Bis auf den Regen. Aber dafür kann ja der Veranstalter nix.

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